Aquakulturen: ein neues Zuhause für den Tilapia

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Auch in den kommenden Jahren wird sich dieser Trend nicht umkehren. Gleichzeitig wird die Mittelschicht in China und Indien immer reicher und verlangt zunehmend nach proteinreicher Nahrung. Diese Entwicklungen haben nachteilige Auswirkungen auf unsere Umwelt. Schon heute sind die Weltmeere von zunehmender Überfischung bedroht. Und dieser Trend wird sich in Zukunft auch schwer ändern.

Aquakulturen als Retter der natürlichen Fische?

Wenn der Appetit nach Fisch und Fleisch nicht gestoppt oder befriedigt wird, bedroht das auch die in den  Weltmeeren beheimateten Fischarten – und auch den Tilapia. Aber es gibt auch erfreuliche Entwicklungen, sodass der Mensch aus ökologischen Gründen nicht auf das leckere Fischfilet verzichten muss. Denn mit der wachsenden Nachfrage nach Fisch, etablieren sich auch immer mehr sogenannte Aquakulturen. Dies sind künstliche Zuchtanlagen für Fische. Es gibt verschiedene Aquakulturen-Formen. Klassischerweise findet man sie in abgetrennten Bereichen von Meeresbuchten, die dann beispielsweise für die Aufzucht von Muscheln verwendet werden. Diese Form wird auch Marikultur genannt. Aus Sicht von Kritikern ist die Verschmutzung des angrenzenden Meergewässers durch die Zuchtanlagen bedenklich. Im europäischen Binnenland gibt es mit der Teichwirtschaft ebenfalls eine Aquakultur-Form, die sich weiter Verbreitung erfreut. Der Verbraucher hat durch solche Anlagen Zugang zu lokal erzeugtem und frischem Fisch.

Inhouse-Aquakulturen und Tilapia

Eine neuere Form ist die Installation von Inhouse-Anlagen. Besonders für Fischarten, die höhere Wassertemperaturen benötigen und die mit unserem gemäßigten Klima Probleme haben sind sie geeignet. Der Tilapia-Fisch kann in solchen Stätten auch bei uns gezüchtet werden. Die strengen Qualitätsstandards in der Produktion und die kurzen Lieferwege, garantieren so dem Verbraucher einen sehr leckeren Speisefisch in bester Qualität. Auch die Umweltbelastung in solchen Anlagen ist gering, lässt sich doch das Wasser der Anlagen ständig filtern. Diese modernen Anlagen haben mit der traditionellen Teichwirtschaft nur noch wenig gemeinsam und haben das Potential, die Nachfrage nach hochwertigen Fisch-Proteinen zu stillen. Der Tilapia ist eine gute Lösung, denn er ist ein Allesfresser, der sich auch von wenig hochwertiger Nahrung ernähren kann, aber trotzdem eine gute Vermehrungsrate aufweist und gegenüber Krankheiten wenig anfällig ist. Diese Tatsache ermöglicht es in der Fischzucht komplett auf Medikamente zu verzichten – eine größere Garantie auf unbelasteten Fisch gibt es  nicht einmal bei Meeresfischen.

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