Tilapia-Fisch: Beginn des Siegeszugs?

Tilapia-Fisch: Ein exzellenter Speisefisch

Tilapia-Fisch: Ein exzellenter Speisefisch

Er ist schnell fruchtbar, äußerst robust und unheimlich gefräßig. Es liegt wohl an seiner Anspruchslosigkeit, dass sich der Tilapia-Fisch in den Gewässern Afrikas, Südamerikas und Asiens rasend schnell verbreitet hat. Seine Unempfindlichkeit sieht man ihm auf den ersten Blick kaum an. Der zur Familie der Buntbarsche gehörende Fisch ist wie alle seine Verwandten an der stachelförmigen Rückenflosse erkennbar. Ansonsten kann er verschiedene Formen annehmen. Das liegt daran, dass es zahlreiche verschiedene Arten des Tilapia – die Wissenschaft unterscheidet zwischen 40 – gibt. Zudem kreuzen sich die Fische untereinander, sodass es noch sehr viel mehr bunter Mischarten gibt, jede mit einem anderen Aussehen. Gemeinsam haben die meisten Tilapia-Arten ihren Hang zu Pflanzen. Der Tilapia ist ein außergewöhnlicher Futterverwerterer und Pflanzenfresser. Nur auf kaltes Wasser lässt sich der Tilapia nicht ein. Knapp unter der 20-Grad-Marke ist Feierabend, ansonsten vergeht dem Tier der Appetit und er stellt das Wachstum ein. Tilapia werden deshalb hierzulande selten in offenen Gewässern zu finden sein. Wohlfühlen tut sich der Tilapia bei einer Temperatur um die 25 Grad Celsius. Dann gedeiht er und schöpft sein volles Potential aus.

Wenn der Tilapia-Fisch zur Bestie wird

Bereits nach sechs Monaten ist das Wassertier fruchtbar und kann alle sechs bis acht Wochen brüten. Das Tilapia-Weibchen legt im Durchschnitt 1500 Eier ab. Die Larven entwickeln sich je nach Art auf dem Boden oder im Maul des Weibchens und sind extrem durchsetzungsfähig. Aufgrund seiner Vermehrungswut und Widerstandsfähigkeit wird der Tilapia oft als eine aggressive oder gar vernichtende Spezies bezeichnet. Das trifft besonders dann zu, wenn er in fremden Gewässern ausgesetzt wird – auf Kosten des dort existierenden Ökosystems. Gegenüber seinen Artgenossen ist der Tilapia-Fisch jedoch sehr friedlebend. Nur wenn Laichzeit ist, hört der Spaß auf. Dann kann der sonst so friedliche Tilapia sprichwörtlich zur Bestie werden. Um sein Nest zu beschützen schreckt der Tilapia auch nicht davor zurück, seine eigenen Artgenossen anzugreifen.

Kommender “Fisch des Jahrtausends”

Längst hat auch der Mensch den Fisch für sich entdeckt. Jedoch weniger für das heimische Aquarium, denn dazu ist der Fisch von mindestens zweieinhalb Kilogramm und einem halben Meter Länge zu gewaltig und zudem zu gefräßig. Der Tilapia ist – und das ist kein Geheimnis mehr – ein unheimlich beliebter Speisefisch. Sein Fleisch ist zart und süß und auch die Tilapia-Nährwerte sprechen für sich. Aufgrund der kühlen Gewässer hierzulande, wird der Tilapia-Fisch in speziellen Aquakulturen gezüchtet. Laut FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, wird der Fisch weiter an Bedeutung gewinnen. Manch einer bezeichnet ihn gar als kommenden “Fisch des Jahrtausends”. Der Siegeszug des Tilapia als Speisefisch hat gerade erst begonnen.

 

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