Tilapia-Zucht in Deutschland

Der Tilapia ist ein Fisch, der sich gut in Aquakulturen züchten lässt. Aufgrund der wachsenden Überfischung der Weltmeere wird diese Form der Nahrungsmittelgewinnung zunehmend wichtiger. Besonders der geringe Fettanteil beim Tilapia macht den Fisch auch aus Sicht einer gesunden Ernährung sehr wertvoll.

In Deutschland erfolgt die Zucht meist in Lagerhallen, da die Tilapia-Zucht nur bei hohen Wassertemperaturen möglich ist, was in den gemäßigten Breiten Deutschlands sonst ganzjährig nicht realisierbar ist. Der aus den Tropen bzw. Subtropen stammende Fisch bevorzugt Wassertemperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius. Die optimale Zuchttemperatur ist bei 25 Grad Celsius angesiedelt. Die beliebteste Zuchtart ist der Nil-Tilapia.

Warum Tilapia als Zuchtfisch?

Aber warum ist der Tilapia ein so ausgezeichneter Zuchtfisch? Ein Grund dafür ist die sehr gute Futterverwertung durch den Tilapia. So wird der Tilapia als allesfressend eingestuft. Weiterhin ist ein geschlechtsreifer Tilapia sehr fruchtbar und vermehrt sich bis zu achtmal im Jahr. So ist innerhalb kurzer Zeit möglich, große Bestände an Tilapia-Fischen aufzubauen. Er kann innerhalb eines dreiviertel Jahres ein Gewicht von durchschnittlich 0,5 Kilogramm erreichen und auch der Platzbedarf des Fisches ist nicht sehr hoch. Des Weiteren ist die Anfälligkeit für Krankheiten gering. Dies sind alles Faktoren, die die Zucht in Aquakulturen begünstigen. So wurde der Tilapia in den letzten Jahren zum wichtigen Fisch in der Fischzucht.

Da der Tilapia sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit als leckerer Speisefisch erfreut, können einheimische Züchter gute Qualität aus der Region anbieten. Somit hat man die Garantie, einen Fisch frei von Schwermetallen und anderen schädlichen Stoffen zu erhalten. Als Verkaufsargument ist dies nicht zu unterschätzen.

Lokale Erzeuger und Weltmarkt

Ein lokaler Erzeuger aus Sachsen, der auch Fabrikverkauf von Tilapia-Fisch anbietet, ist die Kirschauer Aquakulturen GmbH. Die Zucht umfasst alle Schritte von der Brut bis zur endgültigen Verarbeitung des Tilapias. Erwähnenswert ist, dass dabei auf den Einsatz von Medikamenten vollständig verzichtet wird.

In Deutschland steht die Tilapia-Zucht im Vergleich mit den Weltmarktführern noch in der Kinderstube. Der wichtigste Produzent von Tilapia ist mit Abstand China – gefolgt von Ägypten, Indonesien, Philippinen, Thailand, Taiwan und Brasilien. Die günstigen klimatischen Bedingungen prädestinieren diese Länder für die Tilapia-Zucht. Die Weltproduktion für den Fisch lag im Jahr 2012 bei 4.507.002 Tonnen, was einem Marktvolumen von 7,7 Mrd. US-Dollar entspricht.

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